Sortenvielfalt Salat

Jetzt ist es Zeit Salat auszusäen, damit er dann Mitte April ausgepflanzt werden kann. Unter den unzähligen Arten und Sorten fällt die Auswahl schwer.

Für welche Salate man sich letztlich entscheidet hängt ganz wesentlich vom eigenen Geschmack, der benötigten Menge und nicht zuletzt von der eigenen Experimentierfreudigkeit ab.


Aber zunächst ein paar Tipps zur Aussaat:
Die meisten Salate sind Lichtkeimer, das heißt, dass Sie nur ganz dünn mit Erde bedeckt werden. Noch wichtiger ist allerdings die Keimtemperatur: Im warmen Wohnzimmer bei über 20 Grad Celsius keinem Salatsamen sehr schlecht. Deshalb: Die Töpfchen lieber ins kühle Schlafzimmer oder einen anderen kühlen Raum stellen, bis die Saat gekeimt ist.

Standort: Gerade die frühen Kopfsalate müssen ihren Platz nicht nur im Gemüsebeet finden. Da sie schnell abgeerntet werden, sehen sie auch auf den im April/Anfang Mai noch teilweise kahlen Blumenbeeten sehr dekorativ aus.

Menge: Ob gekauft oder selbst gezogen- meistens hat man eine größere Menge Pflanzen. Gerade bei Kopfsalat sollte bedacht werden, dass alle Pflanzen ungefähr zur gleichen Zeit erntereif sind. Als größere Familie kein Problem – oder die Nachbarn freuen sich….. Alternativ dazu kann man Pflück- oder Schnittsalat anbauen. Die Pflanzen wachsen rosettenförmig und die Blätter können einzeln gepflückt werden. Der Salat wächst so lange nach, bis es im Sommer zur Blütenbildung kommt.

Geschmack: Die gängigen Salate, die im Frühjahr ausgesäet werden sind mild bis nussig im Geschmack. Römer- und Eissalate darüber hinaus auch sehr knackig. Bitterer dagegen sind die Herbstsalate Radicchio, Zuckerhut und Endivie. Wer es auch im Frühjahr etwas herber möchte, sollte Löwenzahn oder Spargelsalat (s.u.) aussäen.

Spargelsalat

Spargelsalat

Sortenwahl:

Unter den vielen Salatsorten und -arten stelle ich hier drei weitgehend unbekannte vor:

  • Spargelsalat (Lactuva sativa angustana): Der Spargelsalat wird kultiviert wie Kopf- und Pflücksalate. Er bildet zunächst eine breite Rosette und wächst dann ca. 50 – 80 cm hoch. Die Sorte „Chinesische Keule“ bildet einen dicken Strunk, der geschält und gegessen werden kann. Die bitteren Blätter können laufend gepflückt werden. Die ganze Pflanze sollte kurz vor der Blüte geerntet werden. Sonst wird der Strunk zu hart.

  • Kopfsalat ”Forelle“: Alte, robuste Sorte. Grüne Blätter mit altrosa Punkten. Sehr dekorativ.

  • Sommerportulak: Portulak ist eine sehr milde Salatpflanze. Sie zeichnet sich durch die dicken, fleischigen Triebe und Blätter aus, über die Sommermonate für Salat geschnitten werden können.

Das Saatgut kann z.B. über Dreschflegel bezogen werden.