Brennesseln der gesunde Dünger

Brennesseln der gesunde Dünger

Heute will ich für ein vielgeschmähtes Unkraut werben. Die Brennessel.

In unseren Gärten mögen wir sie nicht und haben Angst vor den unangenehm brennenden Haaren.    

Dabei ist das ungeliebte Unkraut vielseitig einsetzbar und spart nebenbei bares Geld.

Hier zwei Beispiele zur Verwendung von Brennesseln:

Dazu zunächst die Brennesseln sammeln und klein schneiden. Mit guten Handschuhen ist das kein Problem.

Mulchen: Ganz einfach ist es, mit Brennesselblättern und -trieben zu mulchen. Dadurch, das der Boden bedeckt ist, bleibt die Feuchtigkeit länger im Boden erhalten. Die Blätter zersetzen sich nach und nach und wirken als leichter Dünger.

Jauche: Die Jauche wirkt als Dünger und, besonders auf schwierigen, z.B. Sandböden, habe ich den Eindruck, dass frisch gepflanzte Gemüsepflanzen erst richtig auf ihrem Standort „ankommen“.

Besonders Jungpflanzen, die manchmal gar nicht wachsen wollen, starten richtig durch. Bei Fruchtgemüsen, wie Tomaten und Zuchhini aber nicht zu viel gießen, sonst habt ihr durch den Stickstoff riesige Pflanzen aber wenig Ertrag.

Die Herstellung der Jauche ist ganz einfach: 1kg frische Brennesseln werden mit 10 Liter Wasser vermischt. Nach ein paar Tagen fängt das Gemisch an zu gären. Wenn möglich täglich umrühren. Die Jauche ist fertig, wenn sich keine Bläschen mehr bilden. Während des Gärungsprozesses fängt die Flüssigkeit stark an zu riechen. Mildern kann man den Geruch, indem man etwas Urgesteinsmehl auf die Jauche streut.

Die Jauche wird im Verhältnis 1:10 mit Wasser gemischt und gegossen. Möglichst nicht in der Mittagssonne, damit die Blätter nicht verbrennen.

 

Geschnittene Brennesseln

Geschnittene Brennesseln

Frische Brennessel mit Wasser gemischt und Gesteinsmehl bestreut

Frische Brennessel mit Wasser gemischt und Gesteinsmehl bestreut